1981 in Bildern

Diese Aufnahme aus den frühen 1980er Jahren zeigt den Blick vom damaligen Werkhotel auf das Werksgelände. Links ist das Anwendungstechnikum, kurz AWT, zu sehen. Ab 1968 wurde hier geforscht. Dahinter sind die Tanks der Nachverarbeitung der Fischer-Tropsch-Synthese zu erkennen. 1993 wurde an dieser Stelle die Laromeranlage errichtet. Rechts im Bild sind der Anbau der damaligen Poliklinik sowie die Bauten der Vorbereitungsküche und der Wasserturm sichtbar.

Das Werkhotel war bis weit in die 1980er Jahre beliebt. Hier fanden verschiedene Veranstaltungen, Tanz- und Kabarettabende statt. Eine Ausstellung präsentierte die Produkte des VEB Synthesewerk und hier wurden auch die Gäste des Generaldirektors empfangen. Oft trafen sich Kollegen nach der zweiten Schicht auf ein Feierabend-Bier im Restaurant. Das Werkhotel, das am 10. November 1975 zum Tag des Chemiearbeiters eröffnet wurde, wurde im April 2000 abgerissen.

Impression aus den frühen 1980er Jahren: Entlang der Schipkauer Straße in Richtung Schipkau und Schwarzheide befand sich unter anderem das Organisations- und Rechenzentrum, kurz ORZ. Das ORZ wurde Ende der 1960er Jahre errichtet, ab Januar 1972 erfolgte die Lohn- und Gehaltsabrechnung via EDV.

Im Betriebsteil Bernsdorf wurden Softschaumbälle für Freizeitspiele produziert. Ab 1979 war das Werk in Bernsdorf Teil des Kombinats.

Die „künstliche Niere“ (Hohlfaserdialysator) entstand in der ersten Hälfte der 1980er Jahre in Gemeinschaftsarbeit mit der Akademie der Wissenschaften der DDR, mehrerer Kombinate und der Medizintechnik. Ein besonderer Schwerpunkt war dabei die Entwicklung eines Gießharzes auf Polyurethanbasis. Von 1978 bis 1980 entwickelte die Akademie der Wissenschaften dafür ein völlig neues PU-System im Labor. Dieses System wurde durch das Anwendungstechnikum, kurz AWT, des VEB Synthesewerk in mühevoller Kleinarbeit in die Produktion überführt.