1990 in Bildern
Der Wasserturm wurde 1936 errichtet und ist immer noch das Wahrzeichen des Standortes. Der Turm ist bis heute ein Trinkwasserspeicher und kann das Werk bis zu 25 Stunden mit Wasser versorgen. Rechts neben dem Wasserturm befindet sich 1990 noch eines der Forschungsgebäude. Diese wurden von 1992 bis 1994 abgerissen.
Diese Aufnahme von 1990 zeigt eines der Klärbecken der Abwasserreinigungsanlage. Im Hintergrund sind die beiden Stapeltanks zu sehen, die bereits in den 1970er Jahren errichtet wurden und noch immer im Einsatz sind.
Noch 1989 wurde mit dem Bau des Steamreformers durch die Firma Linde begonnen. Am 26. April 1991 konnte dieser in Betrieb genommen werden. Die damals neue Steamreforminganlage, auch Anlage 51 genannt, gewährleistet die Versorgung des PU-Bereiches mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Das Foto zeigt den fast fertigen Steamreformer.
Am 12. Juni 1990 wird die Firmenbezeichnung "VEB Synthesewerk Schwarzheide" an der Hauptverwaltung zur Straßenseite demontiert. Dieses Logo war seit 1974 sichtbar für alle auf der Schipkauer Straße Vorbeifahrenden. Zwei Tage später - am 14. Juni 1990 - wird das Kombinat SYS aufgelöst, am 30. Juni die Synthesewerk Schwarzheide AG gegründet.
Der Übergang des ehemaligen Synthesewerkes in den Besitz der BASF AG markiert einen historischen Einschnitt in der Geschichte des Schwarzheider Chemiestandortes. Verschlissene Produktionsanlagen, rostige Rohrbrücken, ungefilterte Abgase – der Zustand des Schwarzheider Chemiewerks machte Ende der 1980er Jahre einen desolaten Eindruck. Mit der 1989 eingeleiteten politischen Wende wurde mehr als deutlich, dass die einstige „Perle in der Ostchemie“, wie das Werk umgangssprachlich genannt wurde, kein Schmuckstück war.
Die Auflösung des Kombinates VEB SYS zum 14. Juni 1990, deren Umwandlung in die Synthesewerk Schwarzheide Aktiengesellschaft und die Umwandlung der Kombinatsbetriebe in einzelne Kapitalgesellschaften waren erste Schritte in die soziale Marktwirtschaft. Am 25. Oktober 1990 übernahm die BASF AG das Synthesewerk.
Im Vordergrund dieser Werksansicht von April 1990 sind die Bauten des damaligen Forschungsbereiches zu sehen, rechts befindet sich die Polyesteranlage, links das Anwendungstechnikum (kurz AWT). Im Dezember 1993 zog der Forschungsbereich in ein saniertes Laborgebäude. BASF investierte hierfür ca. 8 Mio. DM.
Am 12. Oktober 1990 unterzeichnen die BASF AG und die Treuhandanstalt den Vertrag zur Übernahme der Synthesewerk Schwarzheide AG. Die BASF AG verpflichtet sich, alle Kosten hinsichtlich der Produktionssicherung und der Entsorgung des Betriebes zu tragen. Die Kosten für die Entsorgung der Altlasten übernehmen die Treuhandanstalt und das Land Brandenburg.
Am 25. Oktober 1990 übernimmt die BASF AG die Synthesewerk Schwarzheide AG mit einem Personalstand von 4.937 Mitarbeitern. Ab 30. November 1990 erfolgte die Umwandlung der Synthesewerk Schwarzheide AG in die BASF Schwarzheide GmbH.
Das Foto zeigt die Pressekonferenz am 12.10.1990 bei der Treuhandanstalt in Berlin (von rechts): Prof. Dietmar Werner, Vorstandsmitglied der BASF AG, Prof. Dr. Jürgen Strube, Vorstandsvorsitzender der BASF AG, zwei Mitarbeiter der Treuhandanstalt, Dr. Hans Joachim Jeschke, bis 1990 Generaldirektor des Kombinates VEB SYS und von 1990 bis 1995 Geschäftsführer Produktion der BASF Schwarzheide GmbH.