1994 in Bildern

Im Zuge der Errichtung der Konfektionierung für Technische Kunststoffe wurden die Bauten der ehemaligen Herbizidverpackung genutzt und ausgebaut. Der VEB Synthesewerk Schwarzheide entwickelte für die Bedürfnisse der Endverbraucher Wuchsstoffherbizide, um den Ertrag ihrer Ernte zu steigern. Das Produkt „MCPA flüssig“ war in Packungen zu 100 Milliliter unter dem Namen „SYS 67 ME, flüssig“ und „SYS 67 Ramex“ im Angebot. 1990 wurde die Herbizidproduktion eingestellt.

Festakt am 11. Mai 1994: Gleich drei neue Produktionsanlagen werden am Standort eingeweiht. Rund 60 Journalisten aus verschiedenen Nationen sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft sind anwesend, als die Anlagen zur Herstellung von Styrodur, Neopolen und Technischen Kunststoffen offiziell in Betrieb genommen werden. Seitens der BASF nehmen Vorstandsmitglied Dr. Albrecht Eckell und Dr. Hans-Georg Peine, damals Leiter des Unternehmensbereiches Schaumstoffe, teil.

In der Styroduranlage wurde von 1994 bis 2008 FCKW-freies Styrodur hergestellt. Am 11. Mai 1994 wurde die Anlage gemeinsam mit der Neopolen® -Anlage und der Konfektionierung für Technische Kunststoffe offiziell in Betrieb genommen.

Die Neopolenanlage produziert seit mehr als 25 Jahren Grundprodukte für die Automobil- und Verpackungsindustrie. Mit einer internationalen Pressekonferenz, an der ca. 60 Journalisten teilnahmen, wurde sie neben der Styroduranlage und der Konfektionierung für Technische Kunststoffe am 11. Mai 1994 in Betrieb genommen.

Der Umweltschutzbereich des VEB Synthesewerkes wurde im zweiten Halbjahr 1970 gegründet. Abwässer wurden gereinigt, bevor diese in die Pößnitz und später in die Schwarze Elster eingeleitet wurden. Auch eine Rückstandsverbrennungsanlage (RVA) mit zwei Drehrohröfen mit Nachbrennkammern wurde ab 1970 errichtet. Die Ableitung der Rauchgase erfolgte über den 100 Meter hohen Schornstein, der auf dieser Aufnahme noch zu sehen ist und 1996 abgetragen wurde.

Das neue, auf Erdgasbasis arbeitende Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) wurde am 24. Oktober 1994 offiziell in Betrieb genommen. Es lieferte damals 112 Megawattstunden Elektroenergie und in Spitzenzeiten bis zu 200 Tonnen Dampf je Stunde zum Betrieb der Anlagen.