1995 in Bildern
Am 21. April 1995 starten Dr. Hans-Hermann Dehmel (l.), erster Geschäftsführer der BASF Schwarzheide GmbH, und Dr. Manfred Stolpe, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, den kontinuierlichen Serienbetrieb. Seitdem wird in dieser Anlage Epoxiconazol produziert.
Seit dem 21. April 1995 ist die Azolanlage in Betrieb. Hier wird der Wirkstoff Epoxiconazol produziert. Dieser findet Anwendung in Fungiziden, die gegen Schadpilze im Getreide wirken.
Am 21. Juni 1995 wurde der zweite und somit letzte Schornstein des Braunkohlekraftwerkes gesprengt. Das Braunkohlekraftwerk war seit 1936 in Betrieb und versorgte erst das BRABAG-Werk, dann den VEB Synthesewerk Schwarzheide und bis 1998 die BASF Schwarzheide GmbH mit der notwendigen Energie und dem notwendigen Dampf. Das Braunkohlekraftwerk wurde, mit dem Abriss des Bunkerschwerbaus, 1998 komplett abgerissen.
Einen Blumenstrauß und eine Flasche Sekt gab es am 12. Juni 1995 für den ersten Kraftfahrer. Punkt 6 Uhr durchschnitt der damalige Leiter der Logistik, Horst Hoffmann, das symbolische Band für das Tor 4. Innerhalb von neun Monaten wurden für ca. sechs Millionen DM das Abfertigungsgebäude, die automatische Straßenwaage, die internen und externen Lkw-Parkplätze sowie die kombinierte Drehkreuzanlage für Radfahrer und Fußgänger errichtet. Seit mehr als 25 Jahren werden hier alle Warenein- und -ausgänge via Straße für den gesamten Standort zentral abgewickelt. Das sind an gut ausgelasteten Tagen rund 200 bis 250 Lkw täglich, zählt man die Transporte über den Werkschutz mit, die zusätzlich Lkws für Dritte am Standort abfertigen, so passieren täglich bis zu 400 Lkw das Werk.
Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurde das Werk als kriegswichtiger Produzent von Benzin und Dieselöl stark bombardiert. Im Zuge von Bauarbeiten wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Bomben auf dem Werksgelände gefunden. So zum Beispiel auch am 21. Juni 1995 - der dritte Bombenfund seit 1990. Diese Fünf-Zentner-Fliegerbombe wurde auf dem Blockfeld F300 durch den Munitionsbergungsdienst entschärft und anschließend abtransportiert.
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der BASF Schwarzheide GmbH besucht Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl den Standort. Es ist nach 1992 bereits sein zweiter Besuch. Gemeinsam mit Dr. Jürgen Strube, von 1990 bis 2003 Vorstandsvorsitzender der BASF AG, startete er in der Laromerfabrik den kontinuierlichen Serienbetrieb des Laromertyps PE 55W.
Am 29. November 1995 wurde die Laromeranlage in Betrieb genommen. Hier werden Laromer®-Marken produziert. Das sind Lackharze, die als Lackrohstoffe für strahlungshärtbare Beschichtungen, wie zum Beispiel von Holz, Papier und Kunststoffen verwendet werden. Darüber hinaus werden PU-Dispersionen hergestellt, die in der Klebstoffindustrie und in der Kosmetikbranche sowie für Leder- und Textilbeschichtungen verwendet werden.
Von 1990 bis 1995 war Dr. Hans-Hermann Dehmel Vorsitzender der Geschäftsführer der BASF Schwarzheide GmbH und prägte als solcher die Entwicklung des Unternehmens in der Region. Im Rahmen der Betriebsversammlung am 29. November 1995 wurde der Lausitzer mit stehenden Ovationen und andauerndem Beifall verabschiedet. Dehmel kehrte zurück zur BASF AG in Ludwigshafen und übernahm zum 1. Januar 1996 die Leitung des Bereichs Personal.